Die wissenschaftliche Begleitung: Formative Evaluation, Auswertung und Ergebnissicherung durch das DJI

Die formative Evaluation, Auswertung und Ergebnissicherung von „KuQ“ umfasst unterschiedliche Leistungsdimensionen:

1. Die formative Evaluation hat zum Ziel, durch Verfahren der systematischen Erhebung, Dokumentation und Auswertung von Daten zu „KuQ“ zu Einsichten zu gelangen, die für eine Steuerung - sei es auf der Ebene des Gesamtprogramms, sei es auf der Ebene einzelner Programmstandorte - genutzt werden können. Aus praktischen Gründen (Vermeidung der Überlastung der beteiligten Jugendämter mit Aufgaben der Datenerhebung und -übermittlung) und aus inhaltlichen Gründen (diskursiv angelegte Interpretation der Daten) ist die formative Evaluation inhaltlich und organisatorisch eng mit dem Monitoring durch die Regiestelle zu verknüpfen. Die bisher zeitlich eng eingegrenzte Programmlaufzeit erfordert hier eine pragmatische Vorgehensweise und den Einsatz stark formalisierter Vorgaben und Erhebungsinstrumente, wenn die erhobenen Daten noch während der Laufzeit verfügbar und im Sinne einer formativen
Evaluation für Steuerungszwecke nutzbar sein sollen. Das bedeutet, dass gemeinsam mit der Regiestelle Programmziele so auf die Handlungsebene heruntergebrochen und konkretisiert werden müssen,
  • dass eine Zuordnung und Bewertung der zur Förderung eingereichten Konzepte geleistet werden kann;
  • die Zwischenberichte im Hinblick auf die Notwendigkeit der Nach- bzw. Feinsteuerung für die einzelnen Programmstandorte ausgewertet werden können;
  • für einen gemeinsamen Schlussbericht Zielsetzungen und Grad der Zielerreichung zueinander in Bezug gesetzt werden können.

2. „KuQ“ bietet die Chance, ergänzend zu den im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitungen von „E&C“ und des „FSTJ“ durchgeführten Untersuchungen wichtige Zusammenhänge der Kooperation von lokalen Akteuren bei der Entwicklung von Zielen, Prozessen und Strukturen einer verbesserten Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit aufzuklären. Zu diesem Zweck werden sechs lokale Fallstudien in Programmstandorten durchgeführt, die an diesem Gegenstand arbeiten. Leitlinien solcher Konzepte und ihrer Umsetzung sind die im Abschnitt II.1 aufgeführten zentralen Ziele der im Rahmen von „KuQ“ zu entwickelnden lokalen Bündnisse:

  • Kein/e Jugendliche/r verlässt die Schule ohne Schulabschluss.
  • Keine/e Jugendliche/r bleibt nach der Schule ohne Vermittlung von auf dem Ar-beitsmarkt verwertbaren Schlüsselqualifikationen.
  • Kein/e Jugendliche/r bleibt nach der Berufsausbildung ohne Arbeit.

Die Untersuchungsstandorte werden nach Schwerpunktsetzungen bei der Bearbeitung dieser Schwellenprobleme im Übergangsverlauf Schule - Erwerbsarbeit (Erwerb des Schulabschlusses, 1. Schwelle: Schule-Ausbildung, 2. Schwelle: Ausbildung - Erwerbsarbeit) in den lokalen Bündnissen festgelegt. Jeder Schwerpunkt wird in zwei Fallstudien untersucht. Ertrag dieses Teils der wissenschaftlichen Begleitung werden Einsichten in:

  • Konstellation der Kooperation
  • Strategien der Kooperation
  • und deren Effekte für Problemlösungen bezogen auf die jeweiligen Zielsetzungen sein.

3. Das Angebot für die KuQ-Regiestelle geht davon aus, dass als Programmteilnehmer sowohl Standorte mit einer gut entwickelten Praxis lokaler Kooperation als auch Standorte mit einer kaum vorhandenen Kooperationstradition sein werden. Auf der Basis der unter 2. genannten Fallstudien werden Benchmarks für erfolgreiche Kooperationskonstellationen und Strategien unterwickelt und in ein Kriterienraster übersetzt, das eine Fallbeschreibung von guter Praxis nach Vorgaben der Datenbank PRAXIMO („Praxismodelle Jugend in Arbeit“) erlaubt. Auf dieser Basis werden „Good Practice“-Beispiele in KuQ identifiziert in die KuQ-Internetplattform und in das Datenbank-Modul „Lokale Kooperation“ von PRAXIMO eingestellt.

drucken
nach oben



E&C Newsletter abonnieren
Einfach E-Mail Adresse eingeben
abonnieren


Programmziele | Bund-Ländervereinbarung | Nationale Programmplattform E&C | Teilnehmervoraussetzungen | Programmstruktur | wiss. Begleitung | Kooperationsbeispiele